Notation, 38x56cm, 2009, schwarze Tusche auf geschöpftem Papier Notation, 38x56cm, 2009, schwarze Tusche auf geschöpftem Papier
100x120cm  2011  Acryl auf Leinwand 100x120cm 2011 Acryl auf Leinwand
30x20cm, 2010, Acryl auf Papier 30x20cm, 2010, Acryl auf Papier
15x15cm, 2010, Tusche auf Papier 15x15cm, 2010, Tusche auf Papier
50x70cm, 2006, Acryl auf Leinwand 50x70cm, 2006, Acryl auf Leinwand
120x100cm, 2007, Acryl auf Leinwand 120x100cm, 2007, Acryl auf Leinwand
24x24cm, 2007, Tusche auf Papier 24x24cm, 2007, Tusche auf Papier
100x120cm, 2011, Acryl auf Leinwand 100x120cm, 2011, Acryl auf Leinwand
Susanne Meier-Faust MA, Kunsthistorikerin und Kunstvermittlerin, 30.10.2007  „Immer wieder erreichen die Bilder von Marianne Emmenegger unsere Wahrnehmung mit einem bestimmten Bildaufbau, der Vorstellungen einer gebauten oder festgefügten Räumlichkeit hinterlässt. Es zeigen sich geschwungene und hintereinander gestaffelte Mauern und Wände, Schluchten und Abgründe tun sich auf und sind doch nur malerische Flächen und nebeneinander wie gebaut wirkende Farbsetzungen, die je nach Farbwahl wie kristalline Auswüchse oder wie lavaartige Ausbrüche anmuten können.
 
Diese beschreibenden bis deutenden Hinweise bewegen sich in einem Vorstellungsraum, der mit einem assoziativen Begriff von Landschaft verbunden ist. Die Malerin versteht ihre Bildschöpfungen als Annäherungen an Natur, ohne in die Nähe einer abbildhaften Malweise zu geraten. Dieser Distanzvorgang im Arbeitsprozess ist eine besondere Leistung im Rahmen der künstlerischen Neuschöpfung, denn wir sind verständlicherweise alle ständig auf der Suche nach Wiedererkennbarem und damit nach dem Vertrauten, in dem wir uns zurechtfinden.
 
Nicht zuletzt der Farbcharakter mit den unterschiedlichen Helligkeiten entscheidet über die Stimmung und Wahrnehmung der Bilder. In den größeren Formaten tritt uns eine fremde Welt gegenüber, zum Teil mit surrealen Elementen aufgeladen, die in Irrgärten und in Farbdschungel zu führen scheinen.“
Hans-Dieter Fronz, Badische Zeitung vom 2.01.2008 „Es sind Fantasielandschaften, […] Landschaften des Inneren. Zwar lassen sich auf einzelnen Bildern durchaus konkrete Landschaftselemente wie Baum, bergige Höhen oder spiegelndes Wasser unterscheiden. Doch die leuchtenden Farben und der flirrende Pinselduktus spielen noch in ein träumerisches Zwischenreich hinüber, darin sich die harten Konturen des Realen auflösen. Dort begegnen sie sich mit impressionistisch erblühenden Blumenstillleben, die sich nicht minder weit von der Natur entfernen. Dass bei manchen Bildern gar nicht eindeutig zu entscheiden ist, ob es sich um eine Landschaft oder ein Stillleben handelt, enthüllt das Verschweben dieser Malerei in die Abstraktion als heimlichen Fluchtpunkt der Landschaften wie der Stillleben.“
Ulrike Düwell, Badische Zeitung vom 1.12.2009 „Die Künstlerin, die nicht nur als Malerin, sondern auch als Musiklehrerin tätig ist, sagt von sich, dass sie den ´Rhythmus einer Landschaft` hört. Ihre Bilder, halb-abstrakte Landschaftsansichten, leben aus diesem Rhythmus. Neben den malerischen Arbeiten zeigt sie Tuschezeichnungen aus der Gruppe ihrer ´Notationen`, die durch einen sehr dynamischen Charakter auffallen und tatsächlich nahe an einer musikalischen Bewegung sind, ohne formal wirklich auf Notenschrift zurückzugreifen. Einzelne wie aufs Blatt tropfende Formen erscheinen, aber auch fließende, strudelnde Bewegungen, Gruppen von Zeichen, bei denen man sich gut den Einsatz eines ganzen Orchesters vorstellen kann.“